January 2010
.jpg)
Harmonisierung wird das Hauptthema dieses Jahres, da Regulatoren die internationale Angleichung im Frequenzmanagement suchen. Entgegen dem Wunsch vieler europäischer Politiker wird die Gangart jedoch nicht schneller.
Eigentlich ist eine kurzfristige Prognose nicht schwierig. Es wird bereits über alles geredet, Ausschüsse tagen, Entscheidungen werden erwartet. Die Zeit zwischen der Entscheidungen in den Spektrumsrichtlinien und der Netzwerkimplementierung war noch die so kurz: Alte Technologien sterben langsam aus und um sie zu ersetzen sind zunehmend weniger Investitionsmittel vorhanden.
Das Interesse an einer Harmonisierung wird wieder aufkommen. Die europäischen Länder wollen die Vorteile der Massenproduktion bei der Herstellung von Equipment. Harmonisierte Frequenzbänder regeln Interferenzen in Grenzgebieten, erleichtern das Roaming, und die Gewinne können berechnet werden. Die Harmonisierung in Europa wird auch Einfluss auf den Rest der Welt haben, da viele Länder nach Europa schauen.
Die Ideologie der freien Marktwirtschaft wird ihren Einfluss auf die Spektrumsrichtlinien behalten und trotzdem die Massstäbe nationaler, staatlicher Vereinbarungen zur Frequenzliberalisierung beibehalten. Die Liberalisierung begründet eine neue Norm: Dienstleistungs- und Technologieneutralität bei Spektrumslizenzen. Damit wird die unter der Kontrolle von BEMs und dem im U.K. gültigen Frequenzanwendungsrecht bedingte Neutralität fortgesetzt. Der Prozess zur Festlegung dieser Bedingungen wird reifen.
Aber genug philosophiert. Welche praktischen Dinge werden wir von diesen Entscheidungen sehen. In Projekten und Debatten wird von Land zu Land entschieden, welche 470-862 MHz Frequenzen für den Markt freigegeben werden sollen. Da der Druck der Betreiber wächst, 3G Services auf den für 2G zugeteilten 900 und 1800 MHz Frequenzen zuzuteilen, werden wir dem Begriff Neuverteilung (re-farming) in diesem Zusammenhang und anderen laufenden Veränderungen häufiger begegnen. Und die Emotionen werden weiterhin aufkochen: Die Zuteilung von Ressourcen von einer Seite zu einer andern unter dem Banner der Neuverteilung hat schon oft vor Gericht geendet, und solche Herausforderungen werden weiterhin die Regulatoren begleiten. Und auf der Netzwerkseite? Wird WiMAX seinen Platz finden und werden die 2GHz und 3GHz Frequenzen zur Freigabe gezwungen werden? Die digitale Welt verbreitet sich in jedem Land. Dennoch scheint die naheliegendste Technologie nicht in der Lage ist, ihren rechtmässigen Beitrag zu leisten. Ein Wandel ist nicht in Sicht, im Gegenteil, denn die Investitionen in feste Funknetze verringeren sich. Es scheint, dass wir auf IMT warten müssen und die große Anzahl an kleinem Spektrum, das dann endlich für eine drahtlose Breitbandversorgung sorgt.



